Oslo-Gebiet  -  Ganggestein  -  Kersantit

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   Bronzitkersantit,
   "aus Gerölle von Hovland,
    N. von Larvik." 
   (Hovland = eh. Hof nördlich von Larvik, 
     heute: Stadtteil von Larvik
)
    Handstück aus der Originalsammlung  
    Brøgger, 1906, Nr. 100.
    
Sgl. Naturkundemuseum Berlin,
    Originaletikett
 

 
         
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Kersantit, Bygdøy Huk, Oslo, Handstück aus der Originalsammlung Brøgger, 1906, Nr. 150, BGR Berlin   Etikett (ZGI)
auf der Karte: Nr. 4a
Kersantit
Aus Brøggers Anmerkungen (1906) geht hervor, dass hier nacheinander verschiedene Ganggesteine einander durchsetzen. Der Ullern-Bygdøy-Gang (Glimmernordmarkitporphyr) durchschlägt im Süden der Insel Bygdøy das Kambrosilur und wird seinerseits von jüngeren Diabasporphyriten (Lamprophyren) durchschlagen. Dieses Kersantit-Handstück stammt aus der Grenzfacies des Glimmernordmarkitporphyr-Ganges. Siehe Brøgger Nr. 144 - 150
 
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Kersantitporphyr, Stöitrenna bei Grorud,
Handstück aus der Originalsammlung Brøgger, 1906, Nr. 151, BGR Berlin
Kersantitporphyr
Angabe in Brøgger 1906: "hornblendeführend etc.; Gang in Essexitporphyrit; führt primäre Einschlüsse von Nordmarkit"
auf der Karte: Nr.
22e         Etikett  (ZGI)                                                      
 
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   "Kersantit („Glimmerdiabas"),
   Gang in silurischen Schichten, in der
   Gesellschaft des Gangzuges von
   Nordmarkitporphyr des Bygdö-
   Nakholmen-Typus (Confr. No. 144 -
   150) auftretend; Väkkerö, W. Aker bei
   Kristiania.
Handstück aus der Originalsammlung Brøgger, 1906, Nr. 152, Sgl. Naturkundemuseum Berlin   Originaletikett
NB. Bemerk die nahe Verwandtschaft mit Gesteinen der Grenzzone der eben genannten Nordmarkitporphyre des Bygdö-Nakholmen-Typus.
 
 
Zu den durch das Eiszeit-Haus Flensburg von H. Arildskov (Hjørring) übernommenen Sammlungs-Stücken stammen zwei Nahgeschiebe, die als Kugelkersantit bezeichnet wurden.
 
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  FO: Steinvik, Tofte, Hurum
 
Die Grundmasse dieses Steins ist sehr feinkörnig (unter dem Mikroskop basaltisch schwarz, aber mit feinsten weißen Feldspat-Stäbchen durchsetzt, sodass insgesamt ein grauer Eindruck entsteht). Aus ihr erheben sich wie "Warzen" dichte, nahezu rein schwarze runde Gebilde: abgeschliffene Kugeln. Stellenweise zeigen Löcher (in entsprechender Größe) an, wo zuvor Kugeln sich befunden hatten. Die Entstehung dieser Kugeln wird mit der schaligen Kristallisation um einen Kern herum erklärt  - während der Abkühlungsphase. Sie bestehen nahezu ausschließlich aus widerstands-fähigen mafischen Mineralen (Augit und Hornblende).
Die Rückseite des Steins (Bild unten Mitte) enthält das Relikt eines länglichen, porphyrischen Xenoliths (oder Relikt eines Gangeinschlusses, s. Text bei Nr.2).
 
  6  Anders der 2. Stein:
   FO: Filtvet, Oslofjord
 
Bei ihm handelt es sich um ein ebenfalls sehr feinkörniges, hartes Gestein, die Grundmasse im frischen Bruch ist schwarz-weiß, unklar kristallin. Kersantite bestehen in der Hauptsache aus Plagioklas, Hornblende oder/und Biotit. Die ausgeprägte, gelb-rötliche Verwitterungshaut würde zu diesem Mineralbestand passen.
Die schwarzen Kreis-Gebilde erscheinen ohne klare Grenze zur Grundmasse. Sie treten in keiner Weise plastisch als kugelige Gebilde hervor, sind also von gleicher Härte/Materialität wie die Grundmasse. Auf der Verwitterungsfläche zeigen sie sich feinkörnig, der Grundmasse entsprechend. Sie sind auch mit einigen farbig umgewandelten Mineralen "besetzt", in ihrer Hauptfarbe allerdings schwärzlich bzw. dunkelgraubraun. Ihr tatsächlicher Mineralbestand ist ohne weitere Untersuchung nicht abschließend zu bestimmen, sie erscheinen jedoch wie gerundete Partien der Grundmasse, denen der Plagioklas "abhanden" gekommen ist... Daher der Vorschlag, dieses Gestein Fleckenkersantit zu nennen. ??

(Die erste Detailaufnahme zeigt die benässte Oberfläche.)
   
 
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