Oslo-Gebiet  -  Vulkanische Sedimentgesteine

Zu den Vulkanischen Sedimentgesteine können  -  weitgefasst  -  sämtliche vulkanischen Auswurfgesteine gerechnet werden  -  im Unterschied zu den vulkanischen Ergussgesteinen (aus fließender Lava).

Somit wären das auch:
1. Pyroklastika: Lapillituffe, Ignimbrite, Tephra (fragmentierte Lava, die in Form loser Brocken erhalten bleibt).

im engeren Sinne aber nur:
2. vulkanische Lockergesteine wie Bims, Tuff und Asche. Sie können nachfolgend verdichtet bzw. zu festem Gestein umgewandelt werden -  mit Einschlüssen von Fremdgesteinsklasten.

3. sedimentär verfestigte vulkanische Brekzien. Sie entstehen durch Massenbewegung (Schuttströme) von vulkanischen Bruchstücken (Klasten) mit nachfolgender sedimentärer Zementierung.

Konglomerate, die aus der Verwitterung und Umlagerung von vulkanischen Klasten (d. h. vulkanischem Schutt) unter Beimengung von Sand und nicht-vulkanischen Komponenten entstehen: z. B. das sog. Rhombenporphyr-Konglomerat 
 
Pyroklastika Tuff-Agglomerat vulk. Pisolith, epidotisiert vulk. Konglomerat
   
Aschentuff Tuffbrekzie
 
   1  
  
  Tuff-Agglomerat,
  Geschiebefund, Strandstein
  FO: Hirtshals, DK
  ex. coll. H. Arildskov,
  Sgl. Eiszeit-Haus Flensburg

   
   2     
Hydrothermal, möglicherweise auch durch Vulkangase vergrünt (epidotisiert) wurde dieser vulkanische Pisolith.
Seine unzähligen Pisoide (richtiger: "akkretionären Lapilli") bildeten sich als kugelige Aggregate in feuchten Aschewolken. Die Verfestigung zu Tuffstein wurde ergänzt und verstärkt durch die Epidotisierung. Die aus feinen Kristallen bestehende Tuff-Zwischenmasse ist durchsetzt und gebunden mittels Epidot. Die kugeligen Lapilli wurden mineralisiert, mit Quarz/Achat, Calcit
u. a. ausgefüllt. Die Zwischenmasse ist allerdings immer noch weicher als bei vulkanischen Festgesteinen (Basalt, Mandelstein, Rhyolith...) üblich.
Der Stein wurde gesägt und poliert, wobei die Politur auf Grund der Weichheit sehr behutsam erfolgen musste (Schliff T. Brückner).
  Nahgeschiebefund,
  FO: Storsand, Oslo-Graben,
  leg. und det. H. Arildskov,
  Sgl. Eiszeit-Haus Flensburg
 
 
  3 
 Das Migartjern-Konglomerat ist ein besonders schönes Rhombenporphyr-Konglomerat aus dem Gebiet um Gyrihaugen (Ringerike). Dort hatte sich in der 3. Bildungsphase des Oslo-Rifts ein Canyon in das aus der 2. Phase vorhandene RP-Lava-Plateau geschnitten. Dieser Canyon füllte sich nachfolgend mit Schuttströmen und erneuten Lavadecken (aus Basalt und Rhombenporphyr).
im Exkursions-Programm der 33. IGC Excursion 23 2008 werden ein paar knappe Hinweise gegeben  -  Foto des Anstehenden, Kartenskizze und Profil.

  Migartjern-Kongomerat,
 
polierte Fläche,
  FO: Gyrihaugen
  ex coll. H. Arildskov
  Sgl. Eiszeit-Haus Flensburg
 
  4 
   feinkörniger Aschentuff,
  Nahgeschiebefund,
  FO: Steinvik, SW Tofte,
  ex coll. H. Arildskov
  Sgl. Eiszeit-Haus Flensburg
 
 
  5  
   Tuff-Brekzie
 
Nahgeschiebefund
  FO: Steinvik, SW Tofte,
  ex coll. H. Arildskov
  Sgl. Eiszeit-Haus Flensburg
 
 
 
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