Schweden  -  Vulkanite  -  Särna-Quarzporphyr

Die Särna-Porphyre sind die wohl bekanntesten Vertreter der wenigen quarzführenden Porphyre in Dalarna. Sie gehen nahe der Grenze zu Norwegen in die noch quarzreicheren Idre-Quarzporphyre über.
 
Handstücke vom Anstehenden, Universität Greifswald und Geozentrum Hannover:
Särna-Quarzporphyr Särna-Quarzporphyr Särna-Quarzporphyr roter Särna-Quarzporphyr
Nordomsjön S Foskvallen Fjätån  Fjätån 
Brauner Särna-Quarzporphyr brauner Dala-Porphyr ignimbritischer Särna-Porphyr
Fjätån  Öguvallen  Nordomsjön  Särna o. A.
Geschiebe:
FO: Strausberg FO: Werpeloh, NRW FO: Werpeloh, NRW FO: Schönberger Strand, OH
 
Beschreibung aus Zandstra 1988 (s. u.) S. 252:  
Särna-Quarzporphyr
"...Grundmasse splittrig, für das bloße Auge dicht, meist lila, rot- oder graubraun, auch rötlich; richtungslos oder schlierig auf Grund körniger Streifen oder Adern in abweichender Farbtönung; wenige bis sehr viele Einsprenglinge, vor allem aus hellrotem Kalifeldspat; eine geringere Menge heller Plagioklase oder dieses Mineral fehlt als Einsprengling ganz; wechselnder Gehalt an kleinen Quarzkörnern; mm große Einsprenglinge aus dunklen Mineralen.

Der typische Särna-Quarzporphyr ist nach Hjelmqvist (1966) gewöhnlich lilarot, rotbraun oder graubraun, seltener rot oder braunrot. Das Gestein enthält viele rötliche und helle Einsprenglinge aus Kalifeldspat oder graugrünem Plagioklas, zusammen mit kleinen farblosen oder graubraunen Quarzkörnern. Die Grundmasse ist splittrig, für das bloße Auge dicht, abgesehen von körnigen Streifen und Adern; diese Partien verraten den ignimbritischen Charakter, besonders deutlich, wenn sie eine andere Farbtönung als die Grundmasse haben. Im normalen Särna-Porphyr sind die Feldspäte meist nicht länger als 1-5 mm, und der Quarz ist noch um einiges kleiner....
In den meisten Typen des Särna-Quarzporphyrs sind die Kalifeldspäte teilweise klar, andere sind trübe durch Plagioklas in ihrem Kern. Auch die eigenständigen Plagioklase sind zum Teil klar; zuweilen sind sie von einem Rand aus dunklem Kalifeldspat umgeben. Die Quarzeinsprenglinge sind teilweise idiomorph; viele Körner sind durch Korrosion abgerundet oder unregelmäßig. Der Quarz ist farblos oder rauchgrau. Kleine Einsprenglinge aus Chlorit, Erz und Hornblende bilden zusammen kleine Nester, Schnüre oder Adern; diese dunklen Minerale spielen eine untergeordnete Rolle, außer beim Byggningån-Typus.
Die Unterschiede zwischen Idre- und Särna-Porphyren sind gering. Typische Idre-Porphyre enthalten wenige Plagioklaskristalle, und die Grundmasse ist weniger schlierig als bei Särna. Da auch in Mittel- und Süd-Dalarna verwandte Quarzporphyre vorkommen, sollte man sich bei Geschiebebestimmungen zumeist mit der Bezeichnung „Quarzporphyr aus Dalarna“ begnügen. Rote Särna-Quarzporphyre, u. a. der Typus von Byggningån, werden leicht mit Småland-Porphyren verwechselt.
Für die roten Typen aus Särna gilt die Faustregel: sehr hartes Gestein; viele kleine, rote Kalifeldspateinsprenglinge; in der Größe stark variable, 0,5-3 mm lange Quarzeinsprenglinge; viele Einsprenglinge eckig; aber auch durch Korrosion angegriffene, abgerundete Exemplare..."
Zandstra J. G. 1988: Noordelijke kristallijne gidsgesteenten, E. J. Brill 1988, S. 252
 
Literatur:
Hesemann J. 1975: Kristalline Geschiebe der nordischen Vereisungen, GLA Nordrhein-Westfalen S. 120
Zandstra J. G. 1988: Noordelijke kristallijne gidsgesteenten, E. J. Brill 1988
 
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