Schweden  -  Vulkanite  -  Bredvad-Porphyr

In Dalarna und Härjedalen gibt es ausgedehnte Vorkommen des (einsprenglingsarmen) Bredvad-Porphyrs, mit etlichen Varianten. Unter den Geschieben am Strand zählt er zu den häufigeren und leicht kenntlichen Gesteinstypen.

Bredvad-Porphyr Bredvad-Porphyr Finnberget Bredvad-Porphyr Bedvad Bredvad-Porphyr
Sundsjön Finnberget Bredvad Hållstugan
 
Åsen (Älvdalen) Bredvad Brunnsberg  
Åsen-Porphyr Åsen-Porphyr Vasselbodarna-Porphyr
Åsberget (Åsen-Porphyr) S Särna (Åsen-Porphyr) S Sörsjön (Åsen-Porphyr) Vasselbodarna-Porphyr 
Geschiebebeispiele:      
FO: Teufelssee FO: Hohenfelder Strand, OH FO: Schönfelder Strand, OH FO: KG Zarrentin MV
     
FO: Dollerupholz      
 
Beschreibung aus Zandstra 1988 (s. u.) S. 243:
Bredvad-Porphyr
"...Grundmasse rot, bei Verwitterung sehr hell; für das bloße Auge dicht oder nahezu dicht; wenig bis 5 mm lange, rote Kalifeldspäte und sehr wenig kleine, helle Plagioklase; dunkle Minerale unauffällig; keine Quarzeinsprenglinge; meist richtungslos körnig, seltener etwas schlierig; der homogenste Dalarne-Porphyr; verwitterte Geschiebe ähneln hellrotem Sandstein.

Die Benennung wurde 1873 durch Törnebohm gegeben. Bredvad ist die Lokalität eines Steinbruchs in Älvdalen in Mittel-Dalarna, wo ein Gebiet von 20 x 60 km, ca. 1150 km², von diesem Porphyr bedeckt ist. Verwandte Varianten stehen in Härjedalen und im südlichen Jämtland an. Umgeachtet dieses großen Areals zeigt das Gestein chemisch und visuell eine auffallende Gleichförmigkeit.
Der Haupttypus des Bredvad-Porphyrs hat eine homogen rote, graurote oder rotgraue, nahezu dichte Grundmasse mit verstreuten, bis ca. 3-5 mm langen Einsprenglingen aus rotem Kalifeldspat sowie graugrünem bis gelbweißem Plagioklas. Die Kalifeldspateinsprenglinge haben im unverwitterten Gestein in etwa die Farbe der Grundmasse; in der Verwitterung werden sie zumeist dunkler als die Umgebung. Die Menge des Kalifeldspats beträgt ca. 4–10 % des Gesteinsvolumens. Manchmal ist der Kern der Kristalle dunkler als der Rand, das wird durch Einschlüsse aus Hornblende verursacht. Einen hellen Kern, wie für viele Dalarne-Porphyre typisch, zeigt der Bredvad-Porphyr selten. Oftmals haben die Kalifeldspäte einen poikilithischen Saum: durch die Feinheit des Gefüges ist das Aufzeigen dieses Aufbaus jedoch schwierig.
Die Anzahl der Plagioklaseinsprenglinge ist gering, sie machen meist 1 - 6 % aus. In kleinen Geschieben ist von ihnen nicht immer etwas zu entdecken. Der Plagioklas ist mitunter von einem schmalen, dunklen Rand aus Kalifeldspat umgeben. Sowohl die Kalifeldspat- als auch die Plagioklaseinsprenglinge sind teilweise idiomorph und, zumindest im unverwitterten Gestein, klar. Häufig ist die Eigenform in Folge chemischer Einwirkung verschwommen.
Dunkle Bestandteile wie Biotit, Chlorit und Erz bilden 1-2 mm große Aggregate. Die Anzahl solcher dunklen Flecken ist gering. In Einzelfällen treten Einsprenglinge aus Mikropegmatit oder körnige Ansammlungen oder Schnüre aus Quarz und Feldspat auf. Der fein granophyrische oder mikrogranitische Aufbau der Hauptmasse ist mit der Lupe nicht deutlich zu erkennen. Nur bei starker Verwitterung wird die sehr feine Körnung sichtbar. Das Gestein ist mitunter mikroporphyrisch durch große Mengen weniger als 1mm langer Feldspateinsprenglinge. Quarzkörner in gleicher Größe kommen selten vor..."
Zandstra J. G. 1988: Noordelijke kristallijne gidsgesteenten, E. J. Brill 1988
         
Literatur:
Hesemann J. 1975: Kristalline Geschiebe der nordischen Vereisungen, GLA Nordrhein-Westfalen, S. 124ff
Hjelmquist S. 1966: Beskrivning till berggrundskarta över Kopparbergs Län  - Sveriges Geologiska Undersökning (Ca) Afhandlingar och uppsatser 40, Uppsala.
Nyström J. O. in: Högdahl K. et al. The Transscandinavian Igneous Belt (TIB) in Sweden: a review of its character and evolution, Geological Survey of Finland, Espoo 2004, Special Paper 37 [The Dala Province, S. 60]
Zandstra J. G. 1988: Noordelijke kristallijne gidsgesteenten, E. J. Brill 1988
Zandstra J. G. 1999: Platenatlas van noordelijke kristallijne gidsgesteenten, Backhuys Leiden Nr. 145, 146
        
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