Oslo-Gebiet  -  Sedimentgesteine  -  Flintkonglomerat

Die Herkunft eines vor allem in norwegischen Geschiebegemeinschaften anzutreffenden Flintkonglomerates wird unterseeisch auf dem Boden des Skagerrak vermutet. Es ähnelt dem englischen Puddingstone (Eozän) und besteht aus (meist 2 - 3 cm großen, aber auch größeren) Feuersteingeröllen, die durch eine Matrix aus jüngeren Quarzsanden fest verkittet sind. Auch für diese Skaggerak-Basalkonglomerate hat sich die Bezeichnung Puddingstein eingebürgert.
Als Geschiebe treten die Flintkonglomerate weniger in weichselzeitlichen, hingegen häufiger in elsterzeitlichen Ablagerungerungen auf  -  gehäuft im Bereich des südwestlichen Limfjordes.
In der dänischen Literatur (Ødum 1968) wird ein tertiäres, neben reichlich Quarzitgeröllen mehr oder weniger flintführendes Sandsteinkonglomerat als "Flintkonglomerat" beschrieben. Der "Puddingstein" gilt dabei als das flintreiche Extrem einer großen Bandbreite von konglomeratischen Varianten dieser genetisch zusammengehörenden Gruppe. Eine Textübersetzung der Abhandlung von Ødum kann hier aufgerufen werden.

Geschiebebeispiele:
Flintkonglomerat Flintkonglomerat    
Limfjord Groß Pampau    
       
 
 
Literatur:
Meyer K.-D. 1973: Flintkonglomerat-Geschiebe in Ostfriesland und Oldenburg (mit 1 Abbildung im Text und den Bildtafeln 6 – 7), Oldenburger Jahrbuch, Band Nr. 70 / 1971
Schoening H. 1991: Wurzelführende Flintkonglomerate aus dem Tertiär als Geschiebe in Nordwest-Deutschland und Jütland (Dänemark) in: Argumenta Palaeobotanica. Münster 1991; 8
Ødum H. 1968: Flintkonglomeratet i Jylland. Tertiærformation og Ledeblok, in: Medd. Dansk Geol Foren. København. Bind 18. (als PDF-Datei unter 2dgf.dk/xpdf/bull18-01-1-32.pdf, 32 S. mit Abbildungen, Kartenskizzen und Tabellen)

siehe auch: http://en.wikipedia.org/wiki/Puddingstone_%28rock%29